Schäden an Infrastruktureinrichtungen

 

Bereits im November 2003 hatte der Gutachter Henning Meyer in seinem von den SWD Delmenhorst in Auftrag gegebenen Gutachten einen deutlichen Anstieg des Grundwassers prognostiziert, wenn die Trinkwasserförderung in der Graft eingestellt wird.

Wir wissen seit 2011, dass Herr Meyer mit seinen damals getätigten Aussagen Recht hatte und die Graft sowie die umliegenden Gebiete großflächig überschwemmt wurden. In diesem Gutachten weist er weiter darauf hin, dass die Auswirkungen eines dauerhaft hoch stehenden Grundwassers auf die betroffenen Gebäude und Infrastruktureinrichtungen gesondert untersucht werden sollten.

Das Aktionsbündnis RETTET DIE GRAFT hatte  bereits mehrfach öffentlich auf diese Aussage hingewiesen. Leider vergeblich. Obwohl das Gutachten der Verwaltung und den SWD vorliegt, hat es bis heute keinerlei Stellungnahmen hierzu gegeben. Darum hat das Aktionsbündnis RETTET DIE GRAFT selbst recherchiert, welche Schäden an Gebäuden, Straßen, Kanalisation, Gas- und Wasserleitungen, Telekomminikationseinrichtungen und Öltanks möglich und zu erwarten sind. Die erschreckenden Ergebnisse unserer Nachforschungen finden Sie auf dieser Seite. Von Fachleuten, denen wir unsere Ausarbeitung vorgelegt haben, ist uns bestätigt worden, dass unsere Ausarbeitung grundsätzlich richtig ist.

Wir halten es für unverantwortlich, dass bis heute weder die SWD noch die zuständigen Fachbehörden sich dieses Themas angenommen und auf das Gefahrenpotential hinwiesen haben.

Wir fordern die Verantwortlichen auf, jetzt endlich sofort und zielgerichtet tätig zu werden. Wir erwarten, dass die Sanierung der maroden Pumpen und die erneute Trinkwasserförderung in der Graft ohne weitere Verzögerungen vorangetrieben wird, um unübersehbare Schäden an Gebäuden und Infrastruktureinrichtungen unserer Stadt zu verhindern.

Ob sich aus den neuen Erkenntnissen eventuelle Schadensersatzansprüche ableiten lassen, müsste juristisch geprüft werden.